Gastspiele

Unabhängige Lesereihen zu Besuch in Freiburg 

Literatur ist: Ausdrucksform, Begegnungsort und Verhandlungsraum für Gesellschaftliches und Politisches. Sie kann: überall passieren – ob im Café, im Park oder der Kneipe um die Ecke. Die Reihe Gastspiele holt eine Vielfalt an Lesungsformaten nach Freiburg: Je einen Abend bespielt eine andere Unabhängige Lesereihe aus dem deutschsprachigen Raum mit ihrem Konzept einen Ort im Stadtraum. 

In Kooperation mit:

Gefördert im Rahmen von “Neustart Kultur” der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Gastpiele #2: Blumenmontag (Wien)

9.9. | 19:30 Uhr | Ort wird in Kürze bekannt gegeben

Zur zweiten Ausgabe im September reist die Wiener Lesereihe „Blumenmontag“ an. Mit einem Fokus auf Genderdiversität und Positionen nichtdeutscher Erstsprache gibt die Reihe einen abwechslungsreichen und spannenden Einblick in die aktuelle österreichische Kunst- und Literaturszene.

Für den Abend in Freiburg hat die Reihe die Autorin Barbi Marković, die Autorin und Radioredakteurin Magdalena Stammler, die Künstlerin Claudia Holzinger und die Sound-Performance-Künstlerin Katarina Maria Trenk eingeladen.

Bei der Lesereihe „Blumenmontag“ treffen Autor*innen auf Künstler*innen, Literatur auf Soundinstallationen und Bildende Kunst. Ihr Konzept: Diversität und Überraschung.

Gastpiele #1: nochnichtmehrdazwischen (Berlin)

29.7. | 19:30 Uhr | Schrebergarten Lehener-Wanner | Koordinaten: 48.001461,7.830028

Regenalternative: DELPHI_space gvbk, Bismarckallee 18-20

SOLIDARITÄT – Ein großer, toller, weltumfassender, extrem überstrapazierter Begriff, der eigentlich nur eine Selbstverständlichkeit beschreibt. Zusammenzuhalten, füreinander da zu sein, einzustehen. Solidarität ist ein Grundprinzip menschlichen Zusammenlebens. Die Lösung für eine friedlichere, gerechtere, kurzum, bessere Welt scheint also ganz einfach: Mehr Solidarität! Oder? Aber was passiert, wenn loyaler Zusammenhalt zu unreflektierter Gruppenzugehörigkeit führt? Werden durch Aufrufe zur Solidarität mit einer bestimmten Gruppe nicht andere auch immer explizit ausgeschlossen? Gibt es vielleicht auch ein “Zuviel” an Solidarität?

Phillip Winkler schreibt in “Hool” über den Außenseiter Heiko Kolbe, der in einer Gruppe Hooligans findet, was er sucht: Gemeinschaft, Gewalt, bedingungsloser Zusammenhalt. Aber um welchen Preis? In “Identitätspolitiken” und “Unbedingte Solidarität” beleuchtet Lea Susemichel, warum Zugehörigkeit sich oft auf einzelne, kleine Gruppen beschränkt und wie es gelingen kann, darüber hinaus solidarisch zu handeln.

Lasst uns mit Phillip Winkler, Lea Susemichel neu über Solidarität und ihre Kehrseiten nachdenken, kommt vorbei!

In einer Mischung aus Lesung und Diskussion mit jeweils zwei Gästen spricht die Lesereihe nochnichtmehrdazwischen aus Berlin seit 2017 regelmäßig über literarische Themen und Fragen der Gegenwart.