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WAS BISHER GESCHAH..

samt&sonders liest:

bauschen&biegen #11 mit Mischa Mangel und „Ein Spalt Luft“


© Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

Lesung und Gespräch mit Mischa Mangel |
Freitag, 26. November 20:30 Uhr | The Great Räng Teng Teng | 2G+

Mischa Mangel stellt seinen Debütroman “Ein Spalt Luft” vor (Suhrkamp Verlag 2021). In Lesung und Gespräch fragen wir mit dem Autor, der Psychologin Martina Schlatterer und der Sozialarbeiterin Friedhilde Rißmann-Schleip nach Ursachen und Auswirkungen von Psychosen auf Betroffene selbst und deren Angehörige sowie auf den Umgang mit der Krankheit in psychiatrischen und sozialen Hilfssystemen.

„Es soll eine Abwesenheit gezeigt werden, hier. Genauer: Es soll die Abwesenheit einer Person gezeigt werden, hier. Genauer: Es soll die Suche nach der Abwesenheit einer Person gezeigt werden, hier. Genauer: …”
Ein junger Erwachsener wächst in seiner frühen Kindheit viele Monate abgeschnitten von der Außenwelt bei seiner an Psychosen leidenden Mutter auf. Später versucht er diesen Zeitraum zu rekonstruieren und trifft dabei auf eine Krankheit, die zwar ungefähr benannt werden kann, aber eigentlich nicht zu fassen ist. Gestalt nimmt sie an durch äußere Zuschreibungen, durch psychiatrische Gutachten oder die Aussagen Nahestehender, die  Mischa Mangel in seinem Debütroman fragmentarisch verwebt. Dabei wirft er Fragen zu einem System auf, dessen starren Kategorien die menschliche Psyche nicht zu erfassen vermögen und das es häufig nicht schafft auf die Stimmen von Betroffenen einzugehen.

Zusammen mit der Psychologin Martina Schlatterer und der Sozialarbeiterin Friedhilde Rißmann-Schleip nähern wir uns in Lesung & Gespräch dem Krankheitsbild der Psychose und ihrer Auswirkungen auf die Betroffenen selbst und deren Angehörigen. Ausgehend vom Roman und den Schilderungen der Expert*innen starten wir einen Annäherungsversuch, ein nach wie vor tabuisiertes psychisches Leiden zu begreifen und fragen nach Kritikpunkten am bestehenden Hilfssystem für Betroffene. 

Mischa Mangel ist 1986 geboren, lebt in Berlin und hat Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus in Hildesheim studiert, außerdem dort und in Marseille Kulturvermittlung/Médiation Culturelle de l’Art. Er war Finalist des Literaturpreises Prenzlauer Berg 2015 und ist 2021 für den Franz-Tumler-Literaturpreis nominiert. “Ein Spalt Luft” ist sein Debütroman.

Dr. phil. Martina Schlatterer ist psychologische Psychotherapeutin am Universitätsklinikum Freiburg in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie auf einer Station mit Schwerpunkt psychotische Erkrankungen und Autismus Spektrum Störungen.

Friedhilde Rißmann-Schleip ist 1958 geboren und Diplom-Sozialarbeiterin. Sie arbeitete von 1984-2020 im sozialpsychiatrischen Bereich und 30 Jahre in der Freiburger Hilfsgemeinschaft, eine 1970 entstandene Bürgerinitiative mit partizipativem Ansatz.

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polytonale Lesung und Gespräch mit Valentin Moritz aus „Kein Held“ (Badischer Landwirtschaftsverlag, 2020)
Donnerstag, 02. September 2021, 19:30 Uhr im Winzerhaus St. Georg.  

© Sarah Wohler

Wiederholt sich die Geschichte?
Wie funktioniert Erinnerung?
Und was erfahren und lernen wir im Gespräch zwischen den Generationen?

Mit Kein Held “ (Badischer Landwirtschaftsverlag, 2020) spürt Valentin Moritz Parallelen zwischen dem Großvater, einem südbadischen Landwirt in der NS-Zeit und dem Enkel in den “goldenen 90ern” nach. Zwei Generationen und ihre ungleichzeitigen Lebenswelten treten so in einen Dialog:
das Aufwachsen des Großvaters in Niederdossenbach, der Krieg und die US-Gefangenschaft sowie Jahrzehnte später das Aufwachsen im gleichen südbadischen Dorf, die erste Liebe, die erste eigene Band. Erfahrungen, so ganz anders als die des Großvaters – und doch immer auch geprägt von dessen Schicksal.

In Lesung und Gespräch fragt die Veranstaltung nach Funktionsweisen von Erinnerung und der Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart und bringt so verschiedene Stimmen, Zeiten und Perspektiven zusammen.

Valentin Moritz, geboren 1987 und aufgewachsen in Südbaden, studierte Literaturwissenschaft an der FU Berlin. Er veröffentlichte Prosa in Zeitschriften, Anthologien und kleinen Einzelpublikationen, zuletzt „Der GART“ (Literatur Quickie, Hamburg). „Kein Held“ ist sein erstes Buch.

Donnerstag, 02. September 2021 | 19.30 Uhr
Winzerhaus Sankt Georg, Wendlinger Straße 23, 79111 Freiburg
Bei Regenwetter findet die Lesung drinnen statt.

Gefördert von:


Samt&Sonders-Mobil

Samstag, 10. Oktober 11:00 Uhr – 21:30 Uhr

Stühlinger Kirchplatz |Haus der Begegnung, Landwasser | Bürgleplatz, March

samt & sonders bittet zum zwanglos-distanzierten get-together und lädt zu sich ins traute Heim. Frei nach dem Motto: “Zu Hause ist es doch am schönsten!” 

Leider derzeit ohne festen Wohnsitz, kommt das Wohnzimmer der Einfachheit halber zu euch. Leistet uns Gesellschaft in heimeliger Runde. Bestaunt die Tapeten, bleibt auf dem Teppich und feiert mit uns den neuen heißen Biedermeier-Hip!

3x macht unsere mobile Wohnzimmer-Bühne Halt! In Stühlinger, Landwasser, March! 3x Bäm! Kulturprogramm! Konzert, Theater, Performance, DJ, Überraschung! 

Und das alles komplett aus der Region! Um die Region gehts dann auch bei unserem feierlichen Sit-In: Was geht eigentlich in Landwasser? Und wie schön ist es eigentlich in der March?! 

PROGRAMM

11:00 Uhr Stühlinger Kirchplatz

Umgeben von Markttrubel und Wochenendeinkauf kommt das Samt&Sonders-Mobil auf den Stühlinger Kirchplatz und macht mit der Freiburger Band Catastrophe Waitress den Auftakt der Veranstaltung. Julia Leitmeyer Performance-Künstler*in aus Basel, wird mit einem interaktiven Quartett alle Interessierten einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

15:00 Uhr Haus der Begegnung, Landwasser

Die zweite Station bietet ein Hörspiel – live inszeniert und gesprochen von Schauspieler*innen des Kollektivs Raumzeit aus Freiburg. Eine Erzählung über Freundschaft und Erwachsenwerden, irgendwo zwischen Kaff und Großstadtlichtern, für Jugendliche ab 14 Jahren.

18:00 Uhr Bolzplatz, March

Die letzte Station unserer Wanderung widmet sich Fragen nach Stadt und Land: was trennt, was verbindet sie? In einer szenischen Lesung wird Schauspieler Christoff Raphaël Mortagne Antworten suchen und in einer szenischen Lesung klassische und moderne Texte miteinander verbauen.

Zum Abschluss der Veranstaltung lädt das fahrende Wohnzimmer des samt&sonders ein, bei entspannter Hintergrundmusik miteinander ins Gespräch zu kommen.



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  Freitag, 10.09. | 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr | Lokhalle Freiburg, Paul-Ehrlich-Straße 7, 79106 Freiburg

# 10: Lesung & Gespräch mit Deniz Ohde 

  Bei gutem Wetter draußen, bei Regen, Sturm und sonstigen Unwetterlagen drinnen in der Lokhalle des Grünhof

„Und während sie die alten Wege geht, spürt sie den Sollbruchstellen in ihrem Leben nach, der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit.“

Deniz Ohde erkundet in ihrem Debütroman “Streulicht” (Suhrkamp 2020) die feinen Unterschiede in unserer Gesellschaft. Satz für Satz spürt sie den Sollbruchstellen im Leben der Erzählerin nach, den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als migrantisches Arbeiterkind, als Mädchen und später als Frau, der verinnerlichten Abwertung und dem Versuch, sich davon zu befreien.

Zusammen mit Deniz Ohde, der Lehrerin Tülay Völkers sowie Hakan Çetin von der BIPoC*-Gruppe Freiburg erkunden wir in Lesung & Gespräch systematische Diskriminierungen im Bildungssystem an der Schnittstelle zwischen Rassismus, Sexismus und Klassismus. Ausgehend vom Roman fragen wir nach (Un)möglichkeiten der Emanzipation und Solidarität innerhalb eines solchen Systems.

Deniz Ohde studierte Germanistik und lebt in Leipzig. Seit 2016 veröffentlicht sie diverse Erzählungen, u.a. im Sammelband Flexen. Flâneusen* schreiben Städte. 2020 erschien ihr Debütroman Streulicht, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis stand sowie u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis 2020 ausgezeichnet wurde.

Tülay Völkers ist auf Schalke geboren und lebt heute in Freiburg. Als Lehrerin am Wentzinger-Gymnasium in Freiburg-Mooswald unterrichtet sie die Fächer Deutsch und Politik.

Hakan Çetin ist 1993 geboren, machte sein Abitur in Süddeutschland, studierte gymnasiales Lehramt in Freiburg und legte sein anschließendes Referendariat vorerst auf Eis. Er ist seit ihrer Gründung 2018 in der BIPoC*-(Hochschul-)Gruppe Freiburg aktiv.

Die Lesung findet unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienemaßnahmen statt.

Gefördert von:


Gefördert von der Crespo Foundation im Rahmen der Kampagne #zweiterfruehling des Netzwerks der Literaturhäuser.

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Ausgabe #9

Lesung und Gespräch mit Doris Anselm „Hautfreundin. Eine sexuelle Biografie“ (Luchterhand Verlag)

Freitag, 16. Juli 19:30 Uhr im Slow Club

© Heike Bogenberger

Doris Anselm stellt ihren Roman “Hautfreundin. Eine sexuelle Biographie” vor (Luchterhand Verlag 2019). In Lesung und Gespräch schärfen wir mit der Autorin und Hannah Hahn, einer Expertin für Sexualität(en), Sexuelle Bildung, Feminismus und Mädchen*Arbeit, den Blick auf Sex, weibliche Lust, Rollenbilder, Ungesagtes und Zu-Oft-Gesagtes.

“Gibt es noch schmutzige Worte? Hilft fesseln gegen Traurigkeit? Besitzt ein Mann mit einer schönen Stimme auch eine schöne Zungenspitze? Kann man zu zärtlich sein, wenn man bloß eine Affäre hat? Und gedeiht im Unanständigen vielleicht ein besonderer Anstand?”

Diese und andere Fragen stellt sich die Protagonistin aus Doris Anselms Roman “Hautfreundin. Eine sexuelle Biographie”. Ob in der Hotline einer Kühlschrankfirma, früh am Morgen in der S-Bahn oder vor dem gemeinsamen Kistenschleppen für einen Umzug:
Die Protagonistin erzählt an ihre Biographie geknüpft von sexuellen Begegnungen, und das in einer poetischen und unverbrauchten Sprache, die eine plastische Intimität entstehen lässt. Zugleich behält sie kritisch die dahinterliegenden gesellschaftlichen Strukturen im Blick.

Mit der Hauptfigur des Romans, ihrer Schöpferin Doris Anselm und Hannah Hahn machen wir uns auf die Suche nach der weiblichen Lust und Gegennarrativen zu ihrer herkömmlichen Darstellung. Wir sprechen über die künstlerische Auseinandersetzung mit Sex und wollen gesellschaftliche Normen und Vorstellungen von Sexualität, erotischen Erzählungen und ihren weiblichen Figuren in Frage stellen.

Doris Anselm wurde 1981 in Buxtehude /Niedersachsen geboren, hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim studiert und lebt in Berlin. 2014 gewann sie den Literaturpreis “Dichtungsring” und den Nachwuchswettbewerb “Open Mike”.
2017 erschien im Luchterhand Literaturverlag ihr Erzählband “und in dem Moment holt meine Liebe zum Gegenschlag aus”, 2019 veröffentlichte sie dort ihren Debütroman “Hautfreundin. Eine sexuelle Biografie”.
Foto von Doris Anselm: © Heike Bogenberger autorenfotos.com

Hannah Hahn wurde 1989 geboren, ist Kulturpädagogin und Kulturwissenschaftlerin und lebt in Freiburg. Vor vier Jahren hatte sie ihren „Klit-Awakening-Moment“ als sie erfuhr, wie die Klitoris wirklich aussieht: In einer Mischung aus Faszination, Fassungslosigkeit und Wut setzt sie sich seitdem mit Sexualität(en), Sexueller Bildung, Feminismus und Mädchen*Arbeit auseinander. Mit dem Wunsch einer Sichtbarmachung der kritischen, feministischen und sexpositiven Sexuellen Bildung hat sie die Initiative „Aufgeklärt?!“ mitgegründet.

Eine Kooperation mit dem Slow Club Freiburg und Salon Riot.

Im Slow Club findet begleitend zur Lesung eine Ausstellung mit Verena Balschus aka Veba Art, FETTE FARBSCHICHT – feministisches colorier kollektiv und dem Feministischen Sexshop-Kollektiv Freiburg statt.

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Ausgabe #8

Lesung und Gespräch mit Benjamin Quaderer „Für immer die Alpen“ (Luchterhand Verlag)

27. März 2021 | 19:30 Uhr | im Livestream auf youtube

Autor Benjamin Quaderer. 30.08.19 © Jens Oellermann / Luchterhandverlag

Staatsfeind Nummer 1 zu sein ist nicht leicht. Johann Kaiser, Sohn eines Fotografen, Weltenbummler, Meister der Manipulation, lebt unter falschem Namen an einem unbekannten Ort. Mit dem Verkauf gestohlener Kundendaten einer großen Bank hat er so gut verdient, dass es sich unbesorgt leben ließe – wären da nicht die Verleumdungen, die aus ihm einen Verräter machen wollen.

Benjamin Quaderers Roman bewegt sich zwischen Schelmenroman und Gesellschaftskritik. Der Erzähler streift auf seiner (Anti-)Heldenreise Fragen, die gerade in einer fragil gewordenen Gegenwart wichtig sind: Welche Maßstäbe legen wir für ein gutes Leben an? Wonach sollen wir fragen, wenn nicht nach Richtig und Falsch ? Und welche hintergründigen finanziellen Mechanismen bestimmen eigentlich unsere Biographien?

Zusammen mit dem Autoren Benjamin Quaderer und dem Experten Lukas Heinkel filmen wir unser ganz eigenes Whistleblower-Video und weil uns anonym-diskrete Festplatten nicht ausreichen, streamen wir die brisanten Inhalte direkt live und setzen sie so unwiderruflich in die Welt!

Gefördert von der Crespo Foundation im Rahmen der Kampagne #zweiterfruehling des Netzwerks der Literaturhäuser.

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Ausgabe #7

Lesung und Gespräch mit Verena Güntner „Power“ (DuMont Verlag)

08. Oktober 2020 | 19:30 Uhr

Abenteuerspielplatz Freiburg, Bugginger Str. 81B
Einlass ab 19:00 Uhr

© Stefan Klüter

„Sie kommen meist am Abend. Sie kommen allein oder in Gruppen. Sie stehen am Rand des Waldes und rufen die Namen ihrer Kinder hinein. Manche lauter, andere leiser. Nie setzt einer auch nur einen Fuß in den Wald.“

Kerze und die anderen Kinder des Dorfes haben nur ein Ziel: Power, den weggelaufenen Hund der Nachbarin, wiederfinden. Ihre Maßnahmen sind radikal: Sie isolieren sich vom Dorf und ziehen in den Wald, wo sie sich immer mehr selbst in ein bellendes, beißendes Hunderudel verwandeln. Kerze, die zum Keingott betet und von Geistern heimgesucht wird, wird zur erbarmungslosen Anführerin des Rudels und der Suche nach Power, während im Dorf eine Hetzjagd auf die am Verschwinden der Kinder vermeintlich schuldige Nachbarin beginnt. 

Verena Güntners Roman bewegt sich zwischen Schauermärchen und Gesellschaftskritik und verhandelt Themen, die gerade in der pandemischen Gegenwart immer mehr an Bedeutung gewinnen: Wie fragil ist unsere Normalität? Was braucht es, um sie ins Wanken zu bringen? Was macht das Wegbrechen von gesellschaftlicher Normalität und diffuse Ängste mit Menschen? Und letztlich: Wie entsteht Ideologie?

Zusammen mit der Autorin Verena Güntner und der Expertin Nicole Bauer, Religionssoziologin und Mitarbeiterin der parapsychologischen Beratungsstelle Freiburg, ziehen auch wir uns in den Wald zurück und versuchen in Lesung und Gespräch Antworten auf diese Fragen zu finden.

Kommt mit: rein in die Outdoorjacken und raus in die Natur zu bauschen & biegen #7!

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#Ausgabe 6: 1000 Serpentinen Angst

Lesung und Gespräch mit Olivia Wenzel, Stephanie Cuff-Schöttle und Karin Joggerst

6. Mai 2020 – 19:00 Uhr live auf Facebook und youtube 

bauschen&biegen zieht vorerst um: von Kneipen und Wohnzimmern in den virtuellen Raum. Die Lesereihe macht den Auftakt der neuen Reihe „Unabhängige Lesereihen – Gastspiele digital“ in Kooperation mit N2025.

Zu Gast: Olivia Wenzel mit ihrem Debütroman „1000 Serpentinen Angst“; Stephanie Cuff-Schöttle, Diplom-Psychologin und Karin Joggerst, Anti-Bias-Trainerin.

Gemeinsam mit der Berliner Autorin und den zwei Expertinnen kommen wir ins Gespräch über Rassismus und Identität zwischen Gesellschaft, Familiengeschichte und dem eigenen Ich – – live, virtuell und für alle.

»Ich habe mehr Privilegien, als je eine Person in meiner Familie hatte. Und trotzdem bin ich am Arsch. Ich werde von mehr Leuten gehasst, als meine Großmutter es sich vorstellen kann. Am Tag der Bundestagswahl versuche ich ihr mit dieser Behauptung 20 Minuten lang auszureden, eine rechte Partei zu wählen.«

Wer bestimmt meine Identität und die Art, wie ich die Welt sehe? Ich selbst? Oder die Blicke und Konventionen meiner Umwelt? Wie verorte ich mich in der Umgebung, in der ich aufwachse und später lebe, welche Rolle spielt dabei meine Familie und was hat die Gesellschaft damit zu tun?
Die Protagonistin in 1000 Serpentinen Angst bewegt sich zwischen diesen und anderen Fragen, sucht Antworten, verharrt, verzweifelt, formuliert ihre Wut treffend und schont dabei weder sich selbst noch die anderen. In der ersten Digital-Ausgabe von bauschen&biegen liest Olivia Wenzel Auszüge aus ihrem Roman, wir schalten zwei Expertinnen dazu: Stephanie Cuff-Schöttle, Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin sowie Karin Joggerst, systemische Beraterin und Anti-Bias-Trainerin.

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#Ausgabe 5: Die Politiker

Lesung und Gespräch mit Wolfram Lotz und Monika Stein

5. Dezember / Einlass ab 19:00 Uhr – Beginn 19:30 /
Weingut Andreas Dilger, Urachstraße 3, 79102 Freiburg im Breisgau

© Carsten Tabel


»Die Politiker die Politiker die Politikerdie Politiker – 

Die Politiker die Politiker die Politikerdie Politiker die Politiker –

Die Politiker gehen die verschneiten Abhänge hinabich sehe sie aus der Entfernung

Was haben sie vor?«

Politik 2019 ist ein abstraktes Gefühl. Mit konkreten Auswirkungen. Ohne Handlungsspielraum. Die vielen Sachzwänge. Und Interessen.
Wer macht da noch mit? Wer ist man dann noch? Zu wem wird man gemacht?
Sagen wir es mit Facebook: Es ist kompliziert. Oder haben wir uns bereits getrennt?

Gemeinsam mit dem Dramatiker Wolfram Lotz und der Politikerin Monika Stein sprechen wir über Politisches und Privates, über die Rolle des Politikers und über die Inszenierung von Politik – wir schauen hinter die Kulissen und fragen, was geht eigentlich?

Wolfram Lotz, geboren 1981, studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft und Literarisches Schreiben. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. »Die Politiker« erschien im August 2019 im Fischer Theaterverlag und bei Spector Books.

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Ausgabe #4: Miami Punk

Lesung und Gespräch mit Juan S. Guse

25. Oktober | 20 Uhr | Kreativpark Lokhalle Freiburg

Vielfältig, kunstvoll, mal überfordernd, mal mit leiser Empathie beschreibt Guse die düstere und widerständige Atmosphäre einer Stadt, die durch eine passive Naturgewalt ihrer fundamentalen gesellschaftlichen Bezugspunkte beraubt wurde. Eine Stadt, die gefallen ist, von einem beliebten und auf Schein getrimmten Urlaubsort hin zu einer versprengten Metropole, die nicht mehr als funktionierende Organisation, sondern als riesige Ansammlung loser Individuen erscheint.
Überall rasen rote Fahrzeuge in halsbrecherischem Tempo durch die Straßen, sie müssen punktgenau José Pepperonis Pizza ausliefern. Der Hafen führt kein Wasser mehr, die Docks entlassen ihre Mitarbeiter*innen, und die? Gehen weiter zur Arbeit, halten fest am verlorenen Alltag.

Gemeinsam mit einer Expertin für modernen Arbeitsalltag – eine Mitarbeiterin im Freiburger Jobcenter – kommen wir ins Gespräch über biographische Zwänge, neue Beschäftigungsformen und ungewisse Zukunftsaussichten.

Juan S. Guse, geboren 1989, studierte Literaturwissenschaften und Soziologie. Sein Debütroman »Lärm und Wälder« erschien 2015 bei S. Fischer ebenso wie 2019 sein zweiter Roman »Miami Punk«. Derzeit promoviert er im Bereich der Arbeits- und Organisationssoziologie.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms Demokratie leben! sowie des Kulturamts Freiburg und der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau.
In Kooperation mit der Buchhandlung Schwarz: https://www.buchhandlung-schwarz.de
Großen Dank auch an den Grünhof, dass sie die Lesung in ihren Räumlichkeiten möglich machen!

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Ausgabe #3: nichts,was uns passiert

Lesung und Gespräch mit Bettina Wilpert

18. Juli | 20 Uhr | Mensagarten Institutsviertel, Stefan-Meier Straße 28 | 79104 Freiburg

Foto: (c) linonono

Zu Gast ist Bettina Wilpert mit ihrem Debütroman nichts, was uns passiert (VerbrecherVerlag 2018). Bettina Wilperts Roman thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht. Im Roman steht Aussage gegen Aussage: Anna sagt, sie wurde auf einer Geburtstagsfeier vergewaltigt, Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Bettina Wilpert zeichnet in ihrem Roman einen Freundeskreis zwischen Universität und linkem Zentrum, zwischen Fußball-WM und Volksküche, in dem die Glaubwürdigkeit und die Freundschaften der beiden Protagonist*innen auf dem Spiel stehen.

Gemeinsam mit der Autorin, der Rechtsanwältin Claudia Meng und Anna-Sophia Clemens vom Awareness-Team des samt & sonders e.V. nehmen wir in Gespräch und Lesung sexuelle Gewalt und Grenzüberschreitungen im Freundeskreis und in der Gesellschaft sowie den Umgang damit in Institutionen und in Alltagssituationen in den Blick.

BETTINA WILPERT, geboren 1989, studierte Kulturwissenschaft, Anglistik und Literarisches Schreiben in Potsdam, Berlin und Leipzig. Sie war u.a. Finalistin des 23.Open Mike und Stipendiatin des 20. Klagenfurter Literaturkurses. Veröffentlichungen u. a. in Bella Triste, Metamorphosen, Outside the Box, P.S. Politisch Schreiben und testcard. Ihr Debütroman wurde u.a. mit dem Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen und dem ZDF-aspekte-Literaturpreisfür das beste literarische Debüt des Jahres 2018 ausgezeichnet.

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Ausgabe #2: „ich möchte lieber nicht“

Lesung und Gespräch mit Anselm Lenz

Sonderausgabe zur Aktionswoche um den 1. Mai                                                 5. Mai  | 16 Uhr | im Grün mit Kaffee und Kuchen

Eine Lesereihe ist eine Lesereihe ist bauschen & biegen ist ein Wagnis!

Im Rahmen der Aktionswoche zum Thema Arbeit fragt bauschen&biegen gemeinsam mit Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp vom Haus Bartleby nach Arbeit(sverweigerung) und kommt ins Gespräch über ihre Texte, Aktionen und ihr Leben.

Gemäß dem Leitsatz des Kollektivs „I would prefer not to“ – angelehnt an Hermann Melvilles namensgebende Erzählung „Bartleby der Schreiber“ – sprechen wir an einem Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen über Kunst und Leben des Haus Bartleby: Das in Berlin ansässige Kollektiv ist ein Zentrum für Karriereverweigerung und setzt sich mit Vorträgen, Aktionen, Performances und Publikationen gegen den Wachstums- und Karrierefetisch des neoliberalen Kapitalismus ein.

In Personalunion werden unsere Gäste als Expert*innen und Autor*innen auftreten: Indem sie eigene Texte zum Thema Arbeit vorstellen und zugleich von ihren Erfahrungen angesichts der eigenen Karriereverweigerung berichten.

Zuletzt erschienen: Sag alles ab (2015); Das Kapitalismustribunal (2016).

bauschen&biegen #1

Eure Heimat ist unser Albtraum
Lesung mit Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah

15. März | 19:30 Uhr | White Rabbit

Copyright: Valerie-Siba Rousparast

Wie fühlt es sich an, tagtäglich als „Bedrohung“ wahrgenommen zu werden? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus? 

Gemeinsam mit den Autor*innen und Gerhard Tschöpe vom Netzwerk für Gleichbehandlung Freiburg haben wir in Lesung und Gespräch Rassismus in Deutschland und Europa, in Institutionen und im Alltag in den Blick genommen und den Umgang mit Diskriminierung und Rassismus diskutiert.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Wochen gegen Rassismus statt in Kooperation mit dem Informationszentrums 3. Welt – Iz3W und der Buchhandlung jos fritz.

Zum Nachhören: https://rdl.de/beitrag/eure-heimat-ist-unser-albtraum

gesehen und gesehen werden – das samt&sonders Vernetzungstreffen

samt & sonders
ruft:
„Treten Sie näher!“
behauptet:
„Hier gibt es was zu sehen!“
trommelt:
„Hereinspaziert!“
 
Am 22.02.2019 um 20 Uhr: Dabei sein, Weitersagen und vor allem: Mitmachen. Beim samt&sonders Verein und bei unserem Festival 2020!
Im El Haso präsentieren wir: Ideen, geplante Veranstaltungen, den Verein! Und laden euch ein zur Parti.. Parti..Partizipation, und jetzt alle!

Dann Achtung! Der Kellerrummel ist eröffnet: exquisite Showeinlagen, bizarrer Budenzauber, Glücks-Bingo, Glücksrad, Unglaubliches und allzu Gewöhnliches und punktgenaue Discjockey-Jonglierkunst!

22.02.2019 | 20 Uhr El Haso


Auf sie mit Idyll!  – das große samt&sonders-Festival

samt&sonders e.V. fasst sich ein Herz und übt Kritik und feiert sie dann und es geht darum, dass alle immer früh ins Bett gehen und leise sein sollen und darum, was man heute noch darf und was nicht und dass allen immer das Gefühl gegeben wird, sich wehren zu müssen und überhaupt so viele sich zurückziehen, weil sie sich nicht mehr raus trauen und auch gar nicht wissen wohin, und wir wollen das im großen und ganzen ändern und fangen im kleinen an und weil feiern besser ist als meckern, gibt es ein Fest, auf dem wir uns austauschen und anregen und gegenseitig befeuern und stark machen wollen, wir sind uns einig, es muss sich was ändern und damit es das tut, gibt samt&sonders folgende Losung aus:
Auf sie mit Idyll!
deswegen gehen wir am 21. / 22. September mal nicht früh ins Bett, sondern laden in unser trautes Heim, und zelebrieren das gemeinsam, und nehmen euch mit, zu einem phänomenalen Wochenend-Spaziergang für alle Sinne, entgegen gleißender Lichter, durch affirmative Klanggebilde, vorbei an Zauberei, kleiner und großer Kunst, entlang der schroffen Realität bis hin zur endgültigen Selbstvergessenheit und unverzichtbarem Aktivismus, und auch die gute Stube ist bereitet, mit Speis und Trank und ausgesuchter Lektüre und 4K-HD und Dolby-Surround und alle entscheiden selbst, ob Rückzug oder Offensive, ob Konsum oder Kreation, ob mittendrin oder nur dabei.

Freitag, 21.09.2018 15 bis 00 Uhr | Samstag, 22.09.2018 15 bis 01 Uhr