VERANSTALTUNGEN

samt&sonders liest:
bauschen&biegen #12 mit Daniel Schulz

„Wir waren wie Brüder“

© Paula Winkler

Lesung und Gespräch mit Daniel Schulz | Samstag, 12. März 19:30 Uhr | Delphi_Space, Bismarckallee 18-20 und per Livestream auf www.infreiburgzuhause.de

Er ist zehn, als in der DDR die Revolution ausbricht. Während sich viele nach Freiheit sehnen, hat er Angst: vor den Imperialisten und Faschisten, vor denen seine Lehrerinnen ihn gewarnt haben. Vor dem, was kommt und was er nicht kennt. Wenige Jahre später wird er wegen seiner langen Haare von Neonazis verfolgt. Gleichzeitig trifft er sich mit Rechten, weil er sich bei ihnen sicher fühlt. So sicher wie bei Mariam, deren Familie aus Georgien kommt und die vor gar nichts Angst hat. Doch er muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht.

Daniel Schulz‘ Roman „Wir waren wie Brüder“ (Hanser Berlin 2022) erzählt sensibel, humorvoll und zugleich drastisch vom Aufwachsen im Ostdeutschland der 1990er.

Gemeinsam mit dem Autor und Sozialpädagoge Patrick Differt diskutieren wir in Lesung & Gespräch über die persönliche Tragweite ideologischer Umbrüche und werfen einen Blick auf individuellen sowie strukturellen Rassismus und das Entstehen rechter Gewalt. 

Daniel Schulz, geboren 1979 in Potsdam, wuchs in einem brandenburgischen Dorf auf. Er studierte Politikwissenschaft und Journalistik in Leipzig. Nach ersten Stationen bei Zitty, Märkische Allgemeine und Freies Wort ging er zur taz, wo er heute das Ressort Reportage leitet. 2018 erhielt er den Reporterpreis und 2019 den Theodor-Wolff-Preis. 

Experte: Patrick Differt war 32 Jahre lang als Streetworker in Metzingen aktiv und hat dort in den 90er Jahren mit jungen rechten Skinheads gearbeitet.

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